Derzeit wird man in allen Printmedien mit der Halbzeitbilanz der Regierung Merkel bombardiert. Natürlich ist darin alles rosig, toll, und überhaupt – welche Krise? Besonders angetan hat es mir aber folgende Grafik:
Sie zeigt das Wachstum des BIP Deutschlands im Jahr 2010 relativ zu sechs anderen EU-Staaten, namentlich Vereinigtes Königreich, Österreich, Niederlande, Frankreich, Spanien und Belgien. Warum gerade diese sechs?
Nun, damit, wie in diesem Bild, Deutschland gut dasteht. Geht man der Eurostat-Quelle nach, kann man auch mal sechs andere Staaten auswählen, dann sieht das Bild zum Beispiel so aus:
Und schon ist Deutschland nur noch hinteres Mittelfeld.
Man sieht: Statistiken sind geduldig. Und man kann damit alles belegen und auch das Gegenteil davon. Die Antwort auf die Frage, warum unsere Regierung es offenbar für nötig hält, zu solchen Tricks zu greifen, sei dem Leser als Übung überlassen.
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Die Deutsche Bahn macht einen Großteil ihres Gewinnes im Nahverkehr – teils wegen Subventionen des Bundes, teils wegen absurd hoher Fahrpreise. Der erste Teil (die Subventionen) ist es, der die EU-Kommission dazu bewegt hat, diese Gewinne zu kappen und die Bahn dazu zu verpflichten, einen Teil dieser Gewinne an den Bund zurückzuführen, wie diesem SPIEGEL-Online-Artikel zu entnehmen ist.
Der zweite Teil (die hohen Fahrpreise) ist es, die mich folgende Rechnung aufstellen lässt:
Ich als Kunde zahle einen Fahrpreis p. In diesem Preis ist eine Gewinnspanne g<p enthalten. Von diesem g wird nun eine Rückzahlung r<g an den Bund geleistet. Damit zahle ich als Kunde bei einer Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr einen Betrag r an den Bund.
Was ist das eigentlich anderes als eine (gut versteckte) Steuer?
Tags: Bahn· EU· EU-Kommission· Fahrpreis· Gewinn· Nahverkehr· Steuer· Subvention
Das war gestern auf SPIEGEL Online zu lesen:
Die Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern in Deutschland ist europaweit mit am größten. Im Vergleich der Stundenlöhne verdienen Frauen 23 Prozent weniger. Grund dafür ist laut EU die hohe Teilzeitquote.
Bemerkenswert ist hier der Begriff Stundenlöhne im Zusammenhang mit der Begründung. Wenn jemand Teilzeit arbeitet, arbeitet er oder sie weniger Stunden pro Woche und kommt damit auf einen niedrigeren Wochen-, Monats- oder Jahreslohn. Warum der Stundenlohn jedoch dann auch noch niedriger ausfällt, ist mit der Teilzeitquote kaum zu erklären – denn der Stundenlohn ist ja eine Entlohnung für die in einer Stunde geleistete Arbeit, unabhängig davon, wieviele solcher Stunden jemand ableistet.
Traurig ist neben der Tatsache als solcher, dass der genannte SPIEGEL-Artikel mit keinem Wort auf diese Argumentationsschieflage eingeht, sondern nur die Aussagen der EU nachbetet.
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Einem Spiegel-Bericht zufolge will die EU selbstlöschende Zigaretten einführen. Damit sollen in der EU pro Jahr bis zu 2000 Menschen davor gerettet werden, an einem durch eine glühende Zigarette ausgelösten Brand Feuer zu sterben.
An anderer Stelle berichtet die EU, dass pro Jahr in der EU bis zu 80000 Menschen (also das 40fache!) an den Folgen des Passivrauchens sterben (Quelle). Aber anstatt für das Leben dieser Menschen etwas zu tun, schützt die EU lieber die Vollidioten, die nicht in der Lage sind, eine Zigarette wenigstens so zu rauchen, dass dabei nicht das eigene Bett in Flammen aufgeht, vor sich selbst.
Come to where the idiots are. Come to European Countries.
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